Nürnberger Christkindlesmarkt – wo das Christkind zuhause ist

Ob das Christkind wirklich in Nürnberg zuhause ist, oder ob es in der Zeit vom Freitag vor dem ersten Advent bis zum Heiligen Abend eine Unterkunft Nürnberg Weihnachtsmarkt sucht, um hier zu Gast sein zu dürfen, wird es wohl nur selbst beantworten können. Fest steht aber, dass es sich wohl an keinem Ort wohler fühlen würde, als im „Städtlein aus Holz und Tuch“. Den Beinamen erhielt der bereits seit dem 16. Jahrhundert stattfindende Markt im Herzen der Stadt, weil rund 180 Holzbuden, mit rot-weißem Stoff dekoriert, schon durchaus den Charakter eines Städtchens in der Stadt vermitteln.
Nürnberger ChristkindlesmarktIn Nürnberg pflegt man die Tradition und wenn neben dem würzigen Duft vom echten Christkindles Glühwein, den echten Nürnberger Lebkuchen und dem Aroma der echten Nürnberger Rostbratwürste auch ein Hauch von Tannengrün die olfaktorische Wahrnehmung erreicht, dann darf der Besucher sicher sein, dass der genauso echt ist, wie alles, was Nürnberg seinen Gästen bietet. Plastiktanne gilt hier als extrem verpönt und dass die Weihnachtslieder aus den Kehlen echter Chorsänger und Sängerinnen erklingen und die Töne der Posaunen von echten Bläsern erzeugt werden, ist ebenso selbstverständlich, wie dass Weihnachtsmusik nicht als Dauerberieselung vom Band gespielt werden darf. Darauf achten die strengen Mitarbeiter des Marktamts, aber sie küren auch alljährlich die schönsten Buden mit dem „Zwetschgermoh“ in Gold, Silber und Bronze und honorieren damit, diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass der Nürnberger Christkindlesmarkt sein traditionelles Gesicht weiterhin bewahrt.
Die original Nürnberger Zwetschgenmännle aus getrockneten Pflaumen, kann der Besucher vom Nürnberger Christkindlesmarkt aber auch kaufen, denn das Angebot der rund 200 Marktbeschicker reicht von Souvenirs aus Nürnberg, über Kunstgewerbe und Spielzeug bis hin zu den typischen Weihnachtsartikeln wie Rauschgoldengeln, Krippen, Christbaumschmuck, sowie Kerzen. Dazwischen locken süße Kaloriensünden in Form von Back- und Süßwaren. Dass man sich Zeit nehmen sollte, den weihnachtlichen Zauber von Nürnbergs Christkindlesmarkt auf sich wirken zu lassen, setzt voraus, dass man der Stadt nicht gleich wieder den Rücken kehrt, wenn der Einkauf erledigt und der Glühwein in der Tasse ausgetrunken ist.
Wer nämlich von der Eröffnung am Freitag vor dem ersten Advent mit dem feierlichen Prolog durch das Nürnberger Christkind um 17.30 Uhr von der Empore der Frauenkirche, bis wenigstens zum Abend des ersten Adventssonntags den berühmtesten Weihnachtsmarkt genießen möchte, der sollte sich frühzeitig um eine Unterkunft Nürnberg Weihnachtsmarkt kümmern, denn in jedem Jahr werden mehr als zwei Millionen Besucher aus der ganzen Welt erwartet – da könnten die Unterkünfte durchaus auch mal knapp werden.

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